Unser erstes Mal … im Wohnmobil durch Norwegen reisen

„Sich Zeit nehmen“ und „unterwegs sein“ – das gehört für Fotograf Martin Erd untrennbar zusammen. Viel Zeit muss sein, für die Schönheiten der Natur, die Begegnung mit Menschen und das Genießen des Moments. Slow Travel heißt seine Art des Reisens, für die er sich ein Wohnmobil ausgeliehen hat …

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Martin Erd, 30,

freiberuflicher Fotograf

Unterwegs: drei Wochen im August 2015 mit dem Wohnmobil durch Norwegen
Martins Leidenschaften: „Berge, Natur, Sport, Freunde – meine Leidenschaft sind definitiv sportliche Aktivitäten am Berg sowie Zeit mit meinen Freunden zu verbringen und auch gerne für sie zu kochen“

Reisen ist eine globale Angelegenheit geworden

Ich habe den Eindruck, dass es damit auch immer schneller wird: schnell hin, schnell weg. Als Fotograf kommt mir das so vor, als gäbe es beim Reisen nur noch Momentaufnahmen oder Schnappschüsse, ohne das Gesehene wirklich zu erleben. Das wirkliche Eintauchen in eine Umgebung und die wirkliche Wahrnehmung  der Menschen und der Natur wird immer seltener. Für mich als Fotograf ist das nicht nur unverständlich, sondern auch schade, da ich der Meinung bin, dass dem Reisenden ein entscheidender Teil von „Reisen“ verloren geht.

Espresso am See – für das morgendliche Ritual haben die Camper einen Gaskocher eingepackt

Wohnmobil meets Jedermannsrecht

Im letzten Jahr haben meine Freundin und ich gemeinsam den Entschluss gefasst, dass wir im Sommer nach den letztjährigen Reisen nach Australien, Südamerika etc. das Backpacker-Sein einmal gegen eine andere Art des Slow Travel eintauschen wollen. Ein Wohnmobil schien uns dafür das perfekte Reisegefährt. Auch wenn wir damit noch keine Erfahrung hatten, versprach die Wahl des Wohnmobils eine Mischung aus Komfort mit genug Individualität und Freiheit. Das ideale Reiseland für dieses Vorhaben war schnell gefunden: Norwegen. Im Land der Fjorde, wo das Jedermannsrecht gilt, ist es erlaubt, überall die Nacht zu verbringen, wo das Stehen mit dem Wohnmobil nicht ausdrücklich verboten ist.

Von Backpacker zu Wohnmobil-Camper, was ist zu bedenken?

Da wir, wie schon erwähnt, eher noch im typischen Backpacker-Alter sind als im luxuriösen Wohnmobil-Alter, hatten wir schon einige Fragen und Bedenken vor der Reise: Wie hoch ist wohl der Spritverbrauch von einem ausgewachsenen Wohnmobil? Wie kommt man als Laie mit der Größe zurecht und wie läuft das eigentlich mit dem Frischwasser? Und dann natürlich die Frage: Lockt so ein Wohnmobil nicht Einbrecher an?

Im Nachhinein lachen wir über diese Bedenken. Ohne allzu sehr ins Detail zu gehen, kann ich sagen: Zumindest in Norwegen ist das alles gar kein Thema. An die Ausmaße des Wohnmobils haben wir uns schnell gewöhnt und es auch problemlos über die engen norwegischen Passstraßen gesteuert. Ab- und Frischwasserstationen für Wohnmobile gibt es nicht nur in Norwegen an jeder Ecke, das fällt uns inzwischen auch in vielen anderen Ländern auf, da wir mittlerweile eher darauf achten.

Unterm Strich ist das Reisen im Wohnmobil also auch für Einsteiger keine Herausforderung, die man nicht bewältigen könnte und Norwegen ein absolut sicheres Reiseland.

Norwegens Seen – ein Paradies für Stand-Up-Paddler

Draußen zu Hause unterwegs

Aus unserer Sicht haben wir mit diesem Urlaub im Wohnmobil genau das erreicht, was wir wollten: eine Mischung aus der Geborgenheit des eigenen Zuhauses und der absoluten Freiheit, jederzeit bestimmen zu können, wo man mal anhalten möchte, um eventuell wirklich nur ein schnelles Foto zu schießen oder um angesichts der Traumkulisse die Nacht dort zu verbringen.

Für mich als Fotograf war es auch ein großer Vorteil, vieles dabeihaben zu können. Und damit meine ich nicht nur die komfortable Küche und immer eine warme Dusche, sondern die diversen Utensilien, vom SUP bis zum Fahrrad, die es möglich machten, viele Bilder dieser Reise überhaupt entstehen zu lassen.

Die Freiheit des Reisens mit dem Wohnmobil

In Erinnerung bleibt uns nach wie vor das Gefühl der Freiheit: Wenn man in dieses große, gemütliche „Schiff“ einsteigt und weiß, „jetzt geht die Reise los“, und mit dem Gefühl, ganz ruhig, mit einer gewissen Langsamkeit, mit dem perfekten Aussichtsplatz und ohne den Druck, einen Übernachtungsplatz finden zu müssen, durch diese einzigartige Landschaft fährt. Dabei ist uns einmal mehr klar geworden, welch großes Geschenk die Freiheit des Reisens und noch dazu das Reisen in diesem Ausmaß von Luxus ist. Man sollte sich dieses Privilegs immer bewusst sein und ich freue mich, durch meine Arbeit zumindest einen Teil dieses Privilegs weitergeben zu können.

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