Mit den Freeriderinnen Aline Bock und Lena Stoffel im Wohnmobil auf Tour

Aus dem Alltag ausbrechen, ans eigene Limit gehen, Neues erleben: Aline Bock und Lena Stoffel haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Die beiden Extremsportlerinnen sind ständig unterwegs, im Winter beim Freeriden, im Sommer beim Surfen. Ein Leben entgegen aller Konventionen, hedonistisch und abenteuerdurstig.

Aline Bock (vorne) und Lena Stoffel (hinten)

Unterwegs: 365 Tage im Jahr
Ziel: Extremsport, Freiheit, Glücklichsein

 

Gemeinsam haben die beiden einen Trip im Wohnmobil nach Cornwall unternommen, um dort ihrer Leidenschaft nachzugehen: einem Abenteuerurlaub zwischen Wetsuit und Lagerfeuer

“ins Blaue”: Ihr lebt euren Traum: Euer Sport ist euer Beruf und ihr seid immer irgendwo zwischen Surfbrett und Ski unterwegs. Wie habt ihr es geschafft, an diesen Punkt zu gelangen?

Wir haben den Traum eines jeden Snowboarders oder Freeskiers für uns wahr gemacht: Wir können unseren Sport leben! Dabei ist es wohl entscheidend, dass wir nicht nur für uns Spaß zum Beispiel beim Freeriden haben, sondern dabei filmen und fotografieren. Während dieser Filmprojekte können wir eben unseren Traum leben und damit andere inspirieren, selbst rauszugehen und die Dinge einfach in die Hand zu nehmen.

Doch leicht war das alles nicht und wir mussten uns das hart erarbeiten. Zunächst sind wir beide erfolgreich über mehrere Jahre internationale Wettkämpfe gefahren (Anm. d. Red.: Lena Stoffel auf Slopestyle-Wettkämpfen wie den XGames und Aline Bock auf der Freeride World Tour). Um dort erst einmal hinzukommen, braucht es sehr viel Durchhaltevermögen und hartes Training. Wir wurden beide auch von schweren Verletzungen zurückgeworfen, doch am Ende hat sich all der Aufwand und das Zähnezusammenbeißen gelohnt: Wir können jetzt genau das tun, was wir tun möchten.

 

“ins Blaue”: Was ist euer Rat für Menschen, die abenteuerlustig und immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung sind?

Einfach rausgehen und loslegen. Man kann alles im Kleinen starten, aber dann langfristig dennoch Großes erreichen. Auch in der eigenen Umgebung findet sich immer ein schöner Ort, wenn gerade die Zeit und das Geld für große Reisen fehlen. Wenn wir mal zu Hause in Innsbruck sind und mit unseren Freunden zum Biken, Klettern oder Wandern gehen, sind wir immer wieder überrascht, was es in der Heimat noch so alles zu entdecken gibt!

Das Wohnmobil gibt uns unglaublich große Freiheiten, die wir nicht mehr missen möchten

Aline Bock und Lena Stoffel brennen für das, was sie tun. Morgens raus aus dem Wohnmobil und ab aufs Surfbrett – das ist für die beiden kein Job oder Hobby, sondern eine Lebenseinstellung

“ins Blaue”: Ihr wart im Wohnmobil unterwegs. Macht ihr das immer so oder war das nur eine Ausnahme? Wie waren eure Erfahrungen?

Das Wohnmobil ist einfach die perfekte Art und Weise für uns zu reisen. Wir brauchen uns nicht an Gepäckregelungen der Fluglinien zu halten und können alles mitnehmen, was wir möchten. Wir können dort hinfahren, wo die Bedingungen gerade am besten sind und direkt am Spot schlafen. Spontane Änderungen sind so ganz unkompliziert – viele Wintersportler kennen das Problem, dass der Winterurlaub an einem bestimmten Ort gebucht ist, aber das Wetter dann so gar nicht mitspielt. Da sind wir mit dem Wohnmobil komplett flexibel.

Das gibt uns zumindest in Europa unglaublich große Freiheiten, die wir nicht mehr missen möchten. Manchmal hat man zwar ein wenig Bauchschmerzen, weil das Wohnmobil so groß ist, aber dann ist man wieder überrascht, wie gut sich das Teil fahren lässt.

Die kleinen Straßen, Städte und engen Stellen in England zwingen einen zwar manchmal ein wenig zur Geduld, aber man passt sich an und kommt so in einen entspannten Wohnmobil-Fahrstil. Dabei ist ja auch ein bisschen der Weg das Ziel.

 

“ins Blaue”: Wie habt ihr euch eigentlich gefunden? Um gemeinsam über längere Zeit im Wohnmobil zu reisen, sollte man sich ja schon gut kennen, oder?

Wir haben uns an der Uni in Innsbruck getroffen, wo wir ein paar Kurse zusammen belegt hatten. So richtig kennengelernt haben wir uns dann aber eigentlich, als Lena 2007 ins Roxy-Team kam und wir somit den gleichen Sponsor hatten. Direkt im nächsten Winter sind wir auf eine Reise für ein Projekt unseres Sponsors nach Russland gefahren und hatten dort unser erstes richtiges Abenteuer zusammen.

Danach ging es für uns dann häufig zum gemeinsamen Surfen. Im Winter waren wir eher auf unser jeweiliges Programm der Wettkämpfe fixiert. Das mit den gemeinsamen Reisen hat aber auf Anhieb immer super funktioniert. Wir teilen da einfach die gleichen Ansichten und Leidenschaften und somit ist das eine tolle Freundschaft geworden – die perfekten Bedingungen für unzählige Trips.

Reisetipps von Aline Bock und Lena Stoffel zu Cornwall

Zum einen wären da die malerischen kleinen Orte wie Newquay oder auch St. Ives, wo sich hübsche Cafés, Geschäfte und Galerien idyllisch aneinanderreihen. Natürlich kommen auch Naturfans in Cornwall auf ihre Kosten: unzählige Sandstrände mit großen Dünen und wunderschönem und kristallklarem Meer. Ein weiterer, landschaftlich besonders bemerkenswerter Ort ist Sennen, ganz im Südwesten von Cornwall. Und das Beste: Im Wohnmobil sind all diese Orte einfach zu erreichen und jeder kann sich selbst seinen individuellen Reiseplan zusammenstellen.

Als Teil des Sunlight-Factory-Teams sind Aline Bock und Lena Stoffel rund um den Globus aktiv

“ins Blaue”: Warum Cornwall? Was hat euch auf die Idee gebracht, einen Roadtrip in den südwestlichsten Zipfel Englands zu unternehmen?

Durch unsere Surfreisen haben wir Leute kennengelernt, die von dort kommen. Unser Fotograf Nick Pumphrey stammt aus der Gegend und hat uns immer sehr viel erzählt und davon geschwärmt, wie toll es dort ist. Landschaftlich, die Leute – und die Wellen, wenn man Glück hat. Wir hatten Glück!

Am Anfang unseres Trips war die Wettervorhersage für Cornwall so schlecht, dass wir erst einmal nach Frankreich gefahren sind. Aber als dort das Wetter und die Wellen auch nicht so schön waren, haben wir ganz spontan entschieden, jetzt doch die Reise nach Cornwall zu unternehmen. Wir sind morgens losgefahren und am nächsten Morgen dann mit der Fähre von Rossoff nach England übergesetzt. Das ist eben das Tolle mit dem Wohnmobil. Man hat alles dabei und alle Freiheiten, spontan zu entscheiden.

Das Tolle am Wohnmobil? Man hat alles dabei und alle Freiheiten, spontan zu entscheiden
Das könnte Sie auch interessieren:
Aktiv mit Sunlight

Ob Reisemobil oder Wohnanhänger – werfen Sie einen Blick in die sportliche, funktionelle und zuverlässige Sunlight-Modellpalette.

Kleine Küche, große Gerichte – lecker kochen im Wohnmobil

Die zeitgemäße Camperküche ist frisch, leicht und lecker. Und die aktuellen Foodtrends sind längst im Wohnmobil angekommen.

Internet und Fernsehen in Wohnwagen und Wohnmobil

Tagsüber wandern, Städte erkunden und faulenzen, abends im Wohnmobil oder Caravan gemütlich den neuen „Tatort“ genießen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.